Hundesitter gesucht?!

Hundesitter gesucht – was viele Halter unterschätzen

Immer öfter liest man Inserate wie:

„Suche Hundesitter für 8 Stunden täglich, 4–5 Mal pro Woche.“
oder
„Erleben Sie als Sitter, wie unser 12 Wochen alter Welpe aufwächst!“

Was steckt dahinter?

Die meisten meinen es gut. Sie wünschen sich Unterstützung. Doch die unausgesprochene Botschaft lautet häufig:

 „Ich bin nicht da – bitte übernehmen Sie die tägliche Betreuung, Erziehung und Prägung meines Hundes.“

Und genau hier beginnt das Problem.

Der unsichtbare Denkfehler

Ein Hundesitter ist keine Randfigur, sondern in solchen Fällen die tatsächliche Hauptbezugsperson. Wer 8 Stunden am Tag, 5 Mal die Woche mit dem Hund verbringt, prägt:

seine Bindung

sein Verhalten

sein Sicherheitsgefühl

seine Entwicklung

Das bedeutet:

Der Hund wächst nicht mit der Familie auf – sondern mit einer fremden Person.

Und jetzt kommt der kritischste Punkt Wer ist dieser Mensch eigentlich?

Wer so inseriert, sucht oft verzweifelt – und verkennt dadurch das Risiko:

Wen lasse ich täglich an mein Tier?
Welche Qualifikation, Werte oder Erfahrung bringt diese Person mit?
Passt sie zu meinem Hund – und zu unserem Leben?
Oder ist es einfach irgendjemand, der gerade Zeit hat?

Denn eines ist sicher, ein Hund, der mehr Zeit mit einer fremden Betreuung verbringt als mit seiner Familie, wird seine Bindung dorthin entwickeln – ob gewollt oder nicht.

Das ist kein „Service-Gedanke“, das ist eine Beziehungsverschiebung.

Warum das fatal sein kann

Der Hund orientiert sich an der Person, die da ist – nicht an der, die ihn adoptiert hat.
Er lernt deren Regeln, deren Umgang, deren Umgangston.        Die Familie wundert sich später über Probleme – obwohl sie die Zeit, in der sie wichtig gewesen wäre, abgegeben hat.

Kein Hund versteht: „Das ist mein Mensch – aber ich verbringe mein Leben mit jemand anderem.“ Für ihn zählt nur, 
wer gibt mir Sicherheit? Wer führt mich? Wer ist wirklich da?

Hundesitting – sinnvoll oder Ersatzleben?

Sinnvoll, wenn es…
punktuelle Unterstützung ist
ergänzend zur Hauptbezugsperson erfolgt
strukturiert, klar und professionell begleitet wird

Nicht sinnvoll, wenn…
der Hund täglich fremdbetreut wird
Welpenaufzucht ausgelagert wird
Familie kaum echte gemeinsame Zeit hat
jede Person „recht ist“, solange sie Zeit hat

Hundesitting ist eine Ergänzung, kein Ersatz.
Ein Hund braucht seine Familie – emotional, sozial, biologisch.

Wer die Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, übernimmt auch die Zeit.

Bist du unsicher, ob deine Lebenssituation zu einem Hund passt?

Ich unterstütze dich ehrlich, bevor Entscheidungen getroffen werden, die später ein Tier tragen muss. Buch dazu auch gerne über die Startseite ein erstes 15-minütiges gratis Erstgespräch.